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Aktuelles

Erhöhung der Immobilienertragssteuer ab 01.01.2016

Mit 01.01.2016 hat der Gesetzgeber die Steuersätze der Immobilienertragssteuer („ImmoESt“) geändert. Damit werden Einnahmen (Veräußerungsgewinne) aus dem Verkauf von Immobilien nicht mehr wie bisher mit 25 % besteuert sondern mit 30 % (§ 30a EStG). Dies führt nicht nur zur einer Verteuerung der Veräußerung von Immobilien im „Neuvermögen“ (Immobilien die ab dem 01.04.2002 angeschafft wurden), sondern auch im „Altvermögen“ (Immobilien die bis zum 31.03.2002 angeschafft wurden).

Der Grund dafür ist die Art der Berechnung der ImmoESt. Der Gesetzgeber hat nicht etwa einen besonderen Steuersatz für Immobilien im Altvermögen erlassen, sondern lediglich die Berechnung des Veräußerungsgewinnes:

Wurde eine Immobilie im Jahr 2001 um € 100.000,– angeschafft und wird sie um € 150.000,– veräußert, so beträgt in erster Näherung der Veräußerungserlös € 50.000,–. Aufgrund der Besonderen Regelung kann der Alteigentümer 86 % des Veräußerungspreises als Anschaffungskosten ansetzen. Dies führt zu einer Verringerung des Veräußerungserlöses auf € 21.000,–. Danach wird der normaler Steuersatz für die ImmoESt angewendet.

Bis 31.12.2015 betrug dieser 25 %, sodass im obigen Beispiel ImmoESt in Höhe von € 5.250,– zu bezahlen war (3,5 % des Veräußerungserlöses). Ab 01.01.2016 beträgt der Steuersatz 30 %, sodass sich der ImmoESt-Betrag um € 1.050,– auf € 6.300,– erhöht (4,3 % des Veräußerungserlöses).

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